Nico Schmoranz – Warum mich Berge schon als Kind faszinierten
- Nico

- 16. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Mein Name ist Nico Schmoranz, und die Leidenschaft fürs wandern begleitet mich seit meiner frühen Kindheit. Denn schon als Kind war ich von Bergen und der Natur fasziniert. Diese Begeisterung wurde durch Vorbilder wie "Bear Grylls" verstärkt. Seine Abenteuer und seine Fähigkeit, sich selbst und die Natur zu meistern, inspirierten mich, selbst aktiv zu werden und die eigenen Grenzen zu testen.

Die Berge lehrten mich schon als Kind Geduld, Durchhaltevermögen und Respekt. Jede Wanderung, jede Tour und jeder Aufstieg war mehr als nur Bewegung: Es war ein Stück Lebenserfahrung. Mit den Jahren wuchs meine Leidenschaft und ich entdeckte neue Herausforderungen: Hochgebirgstouren, Ski- und Klettertouren. Jede Tour testete meine Grenzen und stärkte mein Selbstvertrauen. Ich lernte, wie wichtig sorgfältige Planung, die richtige Ausrüstung und alpine Erfahrung sind. Dabei half mir die frühe Begeisterung fürs Bergsteigen als Kind enorm: Sie legte den Grundstein für mein heutiges Verständnis von Risiken, Technik und Verantwortung in den Bergen. Denn schon als Kind bin ich gerne vorausgelaufen und hab den "Wanderführer" gemacht. Aus diesem Grund bin ich heute am liebsten selbstständig unterwegs, ohne Bergführer und vollständig auf mich selbst gestellt. Ich plane meine Routen eigenständig, analysiere Wetterberichte genau und suche gezielt nach immer anspruchsvolleren Touren. Dieses Vorgehen ermöglicht mir nicht nur, die Berge intensiver zu erleben, sondern stärkt auch meine Fähigkeiten in Orientierung, Risikoabwägung und alpiner Selbstständigkeit.
Meine Touren wurden im Laufe der Jahre immer anspruchsvoller. Angefangen bei Tageswanderungen, steigerte ich die Distanz und die Last, die ich tragen konnte. So absolvierte ich beispielsweise mehrtägige Touren über 150 km im Schwarzwald, oft mit 20 kg Rucksack, inklusive Biwakieren im Freien. Auch bei winterlichen Temperaturen. Diese Erfahrungen stärkten nicht nur meine körperliche Ausdauer, sondern auch meine mentale Widerstandskraft und Selbstständigkeit in der Natur. Die Krönung dieser Entwicklung ist eine Soloexpedition im Januar in den Anden, bei der ich den Aconcagua in Argentinien (6.962 m) besteige. Den höchsten Berg außerhalb Asiens. Bei dieser Expedition werde ich insgesamt 110 km und 13200 HM zurücklegen mit einem Rucksack von über 20kg. Diese Tour vereint alles, was ich in meiner Karriere als Bergsteiger gelernt hatte: Planung, körperliche Fitness, Gletscher- und Höhenberg-Erfahrung sowie die Fähigkeit, selbstständig schwierige Entscheidungen in extremen Bedingungen zu treffen. Solche Expeditionen sind nicht nur sportliche Herausforderungen, sondern auch intensive Erfahrungen, die jede einzelne Entscheidung entscheidend machen. Von der Route über die Ausrüstung bis hin zur Einschätzung des Wetters und der eigenen Kräfte. Die körperliche und mentale Ausdauer dafür wurde bei Extremereignissen wie zum Beispiel einem Ultramarathon getestet. Dort wurde mir bewusst, dass mentale Stärke genauso wichtig ist wie körperliche Fitness. Jeder Gipfel, jeder steile Aufstieg ist eine Übung in Disziplin und Ehrgeiz. Werte, die mich schon seit meiner Kindheit begleiten. Deshalb habe ich mich nächstes Jahr auch bei meinem ersten offiziellen UTMB Ultramarathon angemeldet.
Für meine nächste Expedition zum Aconcagua plane ich ein ganz besonderes Projekt: Ich werde im Nachgang für jeden Tag eine Folge meiner Tour veröffentlichen, um den Alltag und die Herausforderungen am Berg authentisch zu zeigen. Zuschauer können so hautnah erleben, wie hochalpine Abenteuer ablaufen, und erfahren, welche mentale Stärke und Vorbereitung nötig sind.
Aus meiner frühen Leidenschaft entstand Expedition Camp, meine Marke für Outdoor-Bekleidung und Bergsport-Ausrüstung. Sie steht für die Werte, die mir als Kind in den Bergen vermittelt wurden: Abenteuerlust, Durchhaltevermögen, Naturverbundenheit und Ehrgeiz. Mit jedem Produkt möchte ich andere dazu inspirieren, selbst aktiv zu werden, eigene Abenteuer zu erleben und Verantwortung in der Natur zu übernehmen. Aktuell baue ich Expedition Camp weiter im Bereich Outdoor-Streetwear aus. Für nächstes Jahr plane ich den großen Schritt hin zu hochwertiger Expeditionsausrüstung. Die Muster sind bereits bestellt. Den Anfang machen Merinowolle-Baselayer, gefolgt von Hardshelljacken auf Topniveau, die bis Ende des Jahres auf den Markt kommen sollen. Ziel ist es, die gleiche Leidenschaft und Qualität, die ich selbst in den Bergen erlebe, in langlebige und funktionale Kleidung zu übersetzen.
Die Faszination für die Berge, die mich als Kind packte, hat mich mein Leben lang begleitet. Sie hat mich geformt, motiviert und mir Werte vermittelt, die heute nicht nur meine Touren, sondern auch meine Arbeit bei Expedition Camp prägen. Für mich sind Berge mehr als ein Hobby. Sie sind ein Stück Identität, ein Lebensstil und die Quelle für Abenteuer, die mich bis heute antreiben.























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